Foto von Franz Pfluegl
Unsere Ziele

Was sind unsere Ziele?

Unser Hauptziel ist es, ab dem Zeitpunkt einer geplanten Entlassung aus der Klinik den kranken Kindern und Jugendlichen sowie deren Eltern nach ihren Bedürfnissen eine Begleitung,  Pflege und Anleitung zur Pflege zu gewährleisten. Unsere Ziele gliedern sich in folgende Rubriken: 

Anleitung der Eltern

in der Form, dass diese genau das gleiche Wissen (!) wie wir Pflegenden haben bezogen auf die praktischen und theoretischen Aspekte. Je nach Alter und Entwicklungsstand gilt dieses Ziel natürlich auch bezogen auf die von uns begleiteten Kinder und Jugendlichen.

Integration der gesunden Geschwister 
in die Begleitung des kranken Kindes

Wir versuchen den gesunden und kranken Geschwistern gleichermaßen die Motivation zu geben, sich durch die Krankheit nicht abschrecken zu lassen. Durch praktische, scheinbar kleine Hilfen integrieren wir die Geschwister untereinander im Alltag. Das kann z.B. so aussehen, dass wir dem Bruder eines intensiv zu versorgenden Kindes auf Wunsch der Kinder die Möglichkeit geben, gemeinsam in einem Bett zu schlafen, z.B. gemeinsam zu schmusen, TV zu schauen o.ä. und die gesunden Geschwister je nach Interesse und Wunsch auch in die Pflege unter unsere Aufsicht integrieren (z.B. älterer gesunder Bruder saugt seinem kleinen intensiv zu pflegenden Bruder das Sekret mittels maschinellem Absauggerät aus dem Mund; oder gesundes Geschwisterkind sondiert mittels Nahrungsspritze die Nahrung in die Sonde, die in den Magen des kranken Kindes führt). 
 
 

Integration des kranken Kindes 
in den sozialen Alltag der Familie 

Wir möchten Ihnen alle Hilfen geben, so dass Sie mit Ihrer Familie und dem kranken Kind so Ihren Alltag verleben können, als wenn Ihr krankes Kind gesund wäre. Zum Beispiel können wir Sie unterstützen bei der Begleitung eines künstlich beatmeten oder im Koma liegenden Kindes, wenn dieses gemeinsam mit der gesamten Familie einen Ausflug machen möchte (z.B. Spaziergang, Spielplatz, Weihnachtsmarkt, „Phantasialand“ o.ä.).

Ruhe schaffen, soviel wie möglich und gewünscht, durch Vermeidung unnötiger Klinik- und Arztbesuche

Neben einer engen Anbindung an den Hausarzt oder einer Klinik Ihrer Wahl steht Ihnen und uns Tag und Nacht ein Ärzteteam des Marien – Hospitals in Witten für Rückfragen zur Verfügung. Unnötiges Hin- und Hergefahre fällt daher weg. 

Vermeidung unnötiger Klinikaufenthalte 

Durch unsere Bezugskinderklinik, dem Marien-Hospital in Witten, und der Möglichkeiten unserer speziellen Kindertransporter können die Kinder gemeinsam mit den Eltern und uns jederzeit schonend und schnell ärztlich professionell versorgt werden. Dadurch, dass die Wittener Klinikärzte, Ihre Familien, die kranken Kinder und wir miteinander vertraut sind, können zahlreiche Doppeluntersuchungen, nervige Diagnostiken und somit unnötig lange Klinikaufenthalte meist reduziert werden. Die meisten der von uns begleiteten Kinder bleiben nur wenige Stunden in der Klinik und können dann wieder zu Hause versorgt werden. 
 
Ein Kinderintensivtransport wird mit Ruhe und Sorgfalt vorbereitet
Professionelle und liebevolle Begleitung beginnt beim Transport; 
deshalb arbeiten wir mit der 
Johanniter - Unfall - Hilfe zusammen

Bei der Organisation sämtlicher physiotherapeutischer Maßnahmen, Bestellung von Medikamenten und Sachmitteln helfen wir Ihnen gerne und stellen die Kontakte zu Krankenkassen, Medizinischen Diensten usw. auf Wunsch selbstverständlich ebenfalls gerne her. Die Krankenkassen und Pflegeversicherungen übernehmen in der Regel die gesamten Kosten für Geräte, Pflegeutensilien, Klinkfahrten und -behandlungen  sowie der ambulanten Kinderkrankenpflege. Das Beispiel des kleinen Jeremia zeigt, dass selbst derart betroffene intensiv zu pflegende Kinder bei ihren Familien optimal versorgt werden können, die Familie die Entwicklung mit Sicherheit in den meisten Fällen positiv beeinflusst und zudem die Versorgung zu Hause für das Gesundheitssystem ca. drei Viertel der Krankenhauskosten einspart.
 
 
Ob Pflege oder Therapie: Die  Anwesenheit der Mutter ist für das Kind  und sie selbst sehr positiv
Zu Hause schläft es sich 
  meist am besten


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